

A Traveler's Guide to the Planets
Reiseführer durch die Galaxie
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S01E06 - "Pluto"
Ausgestrahlt am Feb 17, 2010, 3:00 AM
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Serie beendet
Beschreibung
Episoden (1 Staffel · 6 Episoden)
Jupiter
Jupiter ist das Schwergewicht unter den Planeten unseres Sonnensystems: Sein Durchmesser von 143.000 Kilometern entspricht dem elffachen des irdischen, seine Masse sogar dem 318-fachen unseres Heimatplaneten. "Reiseführer durch die Galaxie" bricht zu einer packenden Forschungsreise zu diesem beeindruckenden Gasriesen auf: Es geht tief hinab in die dichten Wolken, wo gigantische Stürme toben - allen voran der Große Rote Fleck, ein seit Jahrhunderten bestehendes Hochdruckgebiet mit charakteristisch orangeroter Färbung, in das die Erde gleich zweimal hineinpassen würde. Doch nicht nur Jupiter selbst stattet die Serie einen Besuch ab, sondern auch einigen seiner 63 Monde: Darunter sind so unterschiedliche Welten wie Io, dessen von riesigen Vulkankesseln und Seen aus geschmolzenem Schwefel geprägte Landschaften ihm den Spitznamen "Pizzamond" eintrugen, oder die eisige Europa. Unter deren kilometerdicker Eiskruste vermuten Experten einen Wasserozean, in dem sich vielleicht sogar Leben entwickelt haben könnte...
Feb 14, 2010
60 Min.
Saturn
1610 beobachtete Galileo Galilei bei Fernrohrstudien des Saturn zwei merkwürdige Ausbuchtungen zu beiden Seiten des Planeten. Aufgrund der geringen Auflösung seines optischen Instruments waren diese "Henkel", wie Galilei sie taufte, für ihn nur schwer zu deuten. Als er die Beobachtung später nicht verifizieren konnte, verfolgte der berühmte Astronom und Mathematiker die rätselhafte Erscheinung nicht weiter. Erst mit dem Aufkommen verbesserter Fernrohre ließ sich das Rätsel lösen: 1659 veröffentlichte der niederländische Gelehrte Christiaan Huygens nach eingehenden Beobachtungen seine Theorie über die Ringe des Saturn. Heute wissen wir sehr genau über die Zusammensetzung der Ringe Bescheid, die aus Stein- und Eispartikeln bestehen und in einem komplizierten System aus über 100.000 Einzelringen angeordnet sind. Zusammengehalten werden sie durch das Zusammenspiel ihrer eigenen Schwerkraft mit den Gravitationskräften der mehr als 60 Saturnmonde. "Reiseführer durch die Galaxie" besucht einen der faszinierendsten Orte unseres Sonnensystems und holt die Ringe und Monde des Saturn dank photorealistischer Computeranimationen zum Greifen nah auf den Bildschirm.
Feb 14, 2010
60 Min.
Venus und Merkur
Wer Bleigießen zu seinen Hobbys zählt, ist hier genau richtig: Stattliche 427 Grad Celsius beträgt die Höchsttemperatur auf dem sonnennächsten Planeten Merkur - 99 Grad mehr, als zum Schmelzen von Blei notwendig sind. Auch auf der wolkenverhangenen Venus erwartet etwaige Besucher ein Hitzeschock: Die Atmosphäre besteht zu 96,5 Prozent aus Kohlendioxid und beschert dem Planeten eine Durchschnittstemperatur von 460 Grad Celsius. Der Luftdruck entspricht in etwa dem 90-fachen des irdischen. "Reiseführer durch die Galaxie" stellt die touristischen Hotspots der beiden heißesten Planeten unseres Sonnensystems vor: Wer spektakuläre Sonneneruptionen aus nächster Nähe beobachten will, sollte einen hitzefesten Liegestuhl auf dem Merkur reservieren. Wem dagegen der Sinn nach einem wahrhaftigen Höllenritt steht, sollte einen Tauchgang in die Venus-Atmosphäre buchen, wo den Besucher neben extremer Hitze auch dichte Wolken aus Schwefelsäure erwarten...
Feb 15, 2010
60 Min.
Mars
Schon die alten Römer kannten den Mars, der von der Erde aus gut sichtbar ist - und benannten ihn aufgrund seiner blutroten Farbe nach ihrem Kriegsgott. Seitdem mit dem Aufkommen von Fernrohren im 17. Jahrhundert genauere Beobachtungen entfernter Gestirne möglich wurden, beflügelte der Mars auch die Phantasie von Schriftstellern, die den Roten Planeten mit allerlei mehr oder minder intelligenten Bewohnern bevölkerten. Heute wissen wir dank zahlreicher Raumsonden, dass der Mars eine kalte und wüste Einöde ist - wenn es hier irgendwo Leben gibt, muss es sich tief in den Boden zurückgezogen haben. Aber was dem Mars an Fauna und Flora fehlt, macht er mit atemberaubenden Landschaften wieder wett: Vom größten Vulkan des Sonnensystems, dem Olympus Mons, bis zum weit verzweigten, spektakulären Canyon-System Valles Marineris reicht das Spektrum an Sehenswürdigkeiten, das "Reiseführer durch die Galaxie" in dieser Folge vorstellt. Und natürlich kommen die praktischen Tipps für zukünftige Weltraum-Touristen nicht zu kurz: So etwa der Hinweis auf die geringe Schwerkraft auf dem Mars, die auch ungeübten Athleten Supersprünge ermöglicht. Bis dieser Freizeitsport allerdings wirklich in Mode kommt, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen...
Feb 15, 2010
60 Min.
Neptun und Uranus
Der Uranus gehört nicht zu den seit der Antike bekannten klassischen fünf Planeten. Er wurde erst im Jahr 1781 von dem deutschen Astronomen Wilhelm Herschel mit dem Fernrohr entdeckt. Wer den Uranus heute von der Erde aus betrachtet, sieht zunächst nur eine kleine, eisblau schimmernde Scheibe. Und tatsächlich herrscht auf dem Gasriesen mit den 27 Monden, dessen lebensfeindliche Atmosphäre aus einem kosmischen Cocktail von Wasserstoff, Helium, Methan und Ammoniak besteht, eine brutale Kälte von durchschnittlich -200 Grad Celsius. Die enorme Entfernung von der Sonne macht höhere Temperaturen unmöglich und ist zudem der Grund, warum ein Sonnenumlauf des Uranus sehr viel länger dauert als der der Erde: Ein Uranus-Jahr entspricht 84 Erdenjahren. Nach den Erkenntnissen der modernen Astronomie wäre eine Reise zum Uranus kein Trip in gänzlich unbekannte Welten - aber dafür eine ziemlich einsame und vor allem eisige Mission. Noch ein bisschen weiter ist eine Reise zum Neptun. Mit einer von der Sonne aus gerechneten durchschnittlichen Entfernung von 4,5 Milliarden Kilometern ist er der äußerste Planet unseres Sonnensystems. Seine blaue Farbe erinnert an einen Pool, und es gibt sogar einen Ozean. Doch dieser besteht aus stark komprimiertem Wasser, Ammoniak und Methan. Zudem ist er unter einer dichten Atmosphäre verborgen. Von einem Badeurlaub auf diesem erst 1846 entdeckten Himmelskörper wäre also eher abzuraten. Aufgrund seiner Entfernung von der Sonne und der damit einhergehenden geringen Sonneneinstrahlung herrschen hier außerdem eisige Temperaturen von bis zu -218 Grad Celsius.
Feb 16, 2010
60 Min.
Pluto
Jahrzehntelang war Pluto ein Phantom: Zwar hatten Astronomen bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus Unregelmäßigkeiten der Uranus- und Neptun-Umlaufbahnen gefolgert, dass es im Sonnensystem einen neunten Planeten geben müsse. Doch erst am 18. Februar 1930 gelang es dem jungen Wissenschaftler Clyde Tombaugh vom Lowell-Observatorium in Arizona, den ominösen "Planeten X" auf Fotos ausfindig zu machen. Seit die Internationale Astronomische Union den Begriff "Planet" im Jahr 2006 neu definierte, wird Pluto zwar nur noch zu den Zwergplaneten gezählt - von denen es am äußeren Rand des Sonnensystems buchstäblich hunderte gibt. Doch das wissenschaftliche Interesse an Pluto ist mit dieser Neudefinition keineswegs erloschen, im Gegenteil: 2015 soll die Raumsonde "New Horizons" an Pluto und seinen drei Monden vorbeifliegen und dabei erstmals hochauflösende Fotos und andere wichtige Messdaten liefern. Der "Reiseführer durch die Galaxie" nimmt die Zuschauer mit zu diesen weit entfernten, eisigen Welten und spricht mit NASA-Wissenschaftlern darüber, welche Entdeckungen sie sich von der "New Horizons"-Mission erhoffen.
Feb 16, 2010
60 Min.
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