
Vorherige Episode
S03E06 - "Abschied von Schabbach (1999 - 2000)"
Ausgestrahlt am Dec 29, 2004, 11:00 AM
Nächste Episode
Serie beendet
Beschreibung
Episoden (3 Staffeln · 30 Episoden)
Das glücklichste Volk der Welt (1989)
Am Abend des historischen 9. November 1989 begegnen sich Hermann Simon und Clarissa Lichtblau nach langen Jahren wieder. In einer Berliner Hotelhalle fallen sich die Liebenden von einst in die Arme, während man ringsum euphorisch den Fall der Mauer am Brandenburger Tor feiert. Hermann ist ein renommierter Dirigent und Clarissa eine gefeierte Sängerin geworden, doch sie haben immer nur aus Koffern gelebt und ein bewegtes, aber letztlich einsames Dasein geführt. Sie lieben sich in einem Hotelzimmer, während der Fernseher läuft und die Jubelszenen der Menschen von Ost und West überträgt. Als sie sich nach ihren beiden Leben befragen, erzählt Clarissa von einem Ort ihrer Sehnsucht, einem Haus, in dem sie mit ihm, den sie nie vergessen konnte, gern hätte leben wollen. Hermann ist wie elektrisiert und bricht noch in derselben Nacht mit ihr auf. Unterwegs durch die DDR, dann in Westdeutschland, wechseln sie sich am Steuer ab, Hermann schläft auf dem Beifahrersitz ein. Als er erwacht, findet er sich in seiner Heimat wieder. Clarissas Traumhaus steht in einem Weinberg am Rhein, direkt gegenüber der Loreley. Hermann, der hier jeden Fleck kennt, ist beglückt und alarmiert zugleich. Ganz in der Nähe liegt Schabbach, das Dorf seiner Kindheit, das er als junger Mann voll Schmerz und Wut verlassen hatte, um in der Großstadt München ein freies Leben zu finden und seine künstlerischen Träume zu verwirklichen. Er hatte nie mehr zurückkehren wollen. Doch Clarissas Wunschziel und die Vorstellung, mit ihr hier ein neues Leben zu beginnen, betören ihn. Das schöne alte Fachwerkhaus, das sie kurz entschlossen kaufen, ist allerdings eine Ruine. Es muss aufwendig renoviert werden. Während Hermann, trotz der alten Berührungsangst, sein Dorf und seine Brüder Ernst und Anton aufsucht, fährt Clarissa nach Leipzig. Ihr Konzert im Gewandhaus fällt zwar wegen einer der damaligen Montagsdemonstrationen aus, aber sie lernt dort Gunnar und Udo, zwei Bauhandwerker, kenne
Dec 15, 2004
120 Min.
Die Weltmeister (1990)
8. Juni 1990. Es ist so weit: Das fertig restaurierte "Günderrode-Haus" von Hermann und Clarissa ist zu einem wahren Schmückstück geworden. Seine Schönheit leuchtet auch Hermanns Bruder Ernst entgegen, der in seiner Cessna den Rhein überfliegt und in gewagtem Tiefflug über das Haus beinah Gunnar vom Dach fegt. Der will dort eine Satellitenschüssel installieren - ein wichtiger Akt, denn heute soll nicht nur das Einweihungsfest stattfinden, es ist auch der Tag des Eröffnungsspiels der Fußball-WM, das alle am Fernseher miterleben wollen. Zu Gast sind Hermanns ältester Bruder Anton mit seinem großen Familienanhang, die sächsischen Bauleute Udo mit Frau und Söhnen, Tillmann mit Moni, seiner neuen Liebe, und Freunde vom Dorf. Auch unerwarteter Besuch erscheint: Petra mit ihren zwei Kindern und Reinhold. Aus Bretagne- Ferien zurückkehrend macht die neue und provokant glückliche Familie am Günderrode-Haus Station. Gunnar, der verlassene Ehemann, ringt um Fassung, flüchtet sich in Alkohol und an den Fernseher. In seinem T-Shirt mit der Aufschrift "Brehme", seines Nachnamens, der auch der Name des deutschen Fußballstars ist, wirkt er eher lächerlich. Gunnar ist der Verlierer unter all den glücklichen Liebespaaren des Abends. Da ist ihm auch die Zutraulichkeit seiner kleinen Töchter kein Trost. Nach einem Einweihungsständchen für Hermann und Clarissa und einer Führung der Gäste durchs neue Haus, versammeln sich alle am Fernseher, um das Spiel "Argentinien gegen Kamerun" zu verfolgen. Der private Missklang scheint gebannt, doch spät in der Nacht kommt es zum heftigen Streit zwischen Gunnar und Petra. Sie will die Scheidung und die Kinder haben. In seinem Secondhand-VW braust Gunnar in Richtung Berlin davon, und die Party ist schlagartig zuende. Am frühen Morgen, als man im Günderrode-Haus noch schläft, startet Ernst mit der Cessna gen Osten. Er wird von Tobi begleitet, mit dem er sich angefreundet und den er wegen seiner Russischkenntnisse als
Dec 17, 2004
120 Min.
Die Russen Kommen (1992 -1993)
September 1992: Im Hunsrück werden die Karten der Weltgeschichte noch einmal neu gemischt. Die amerikanischen Truppen haben begonnen, ihre Stellungen zu räumen und den Militärflughafen Hahn aufzugeben. Nachts dröhnen die gewaltigen "Galaxy"-Flugzeuge über dem Land, die Atomsprengköpfe, Cruise Missiles und Geheimwaffen abtransportieren. Auf den Feldern hinter der Startbahn halten die Leute der Friedensbewegung um Pfarrer Dahl bei Kerzenlicht Dankgottesdienste. Zur selben Zeit kehrt Ernst Simon überraschend aus Russland zurück. Zwei Jahre lang war er, trotz diplomatischer Vorstöße und Appellen in den Medien, in sowjetischen Gefängnissen verschollen. Am Frankfurter Flughafen, wo die Maschine aus Moskau landet, erwarten ihn die Journalisten. Zu aller Erstaunen kommt Ernst mit einem Neugeborenen im Arm an und im Gefolge von Russlanddeutschen, Heimkehrern aus Kasachstan und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken. Galina, die Mutter des Babies, eine blutjunge, hübsche Frau, ist Russin. Da sie in eine "deutsche" Familie eingeheiratet hatte, konnte auch sie in den " goldenen Westen" mitkommen. In einem Bus begleitet Ernst die Aussiedlerfamilien in ihre neue Heimat im Hunsrück und beherbergt Galinas Clan in seinem Haus am Schabbacher Goldbach. Mit ihrem fremdländischen Charme und ihrer natürlichen Offenheit gewinnt Galina bald alle Sympathien für sich und versorgt ihre vielköpfige Familie mit den Zuwendungen der Einheimischen, die sich sonst nur schwer an die neuen Mitbürger gewöhnen können. Fast 50 Jahre lang haben die Hunsrücker mit den großzügigen Amerikanern und ihrer mächtigen Militärpräsenz gelebt. Jetzt beziehen russisch sprechende, hilfsbedürftige Menschen deren Quartiere, und noch vor kurzem waren die Sowjetrepubliken, wo sie gelebt hatten, das Ziel der Atomraketen der Nato gewesen. Das ist ein Aspekt der Wende, der von den alten Hunsrückern als "Witz der Weltgeschichte" empfunden wird. Hermann und Clarissa, die ihr berufliches Ausjahr ge
Dec 20, 2004
120 Min.
Allen geht's gut (1995)
Herbst 1995. Das Glück der Zweisamkeit lässt sich nicht erzwingen. Clarissa hat die Tinnitus-Töne in ihrem Ohr als Alarmzeichen verstanden. Sie weiß, dass das Singen und die Bühne weiterhin ihre Bestimmung sind, und hat neue Engagements angenommen. Als Hermann sie, nach wochenlangen Konzertreisen, am Mainzer Bahnhof abholt, wird seine Hoffnung auf eine Fortsetzung des gemeinsamen Idylls jäh zerstört. Clarissa kann nur wenige Stunden bleiben, denn schon wartet eine neue Tournee auf sie. Hermann, der einst so leidenschaftliche Musiker, müsste sie verstehen, aber blinde Eifersucht hindert ihn. Er sieht seine Liebste, die ihm allzu euphorisch erscheint und am Telefon mit ihrem Gesangspartner flirtet, schon in dessen Armen liegen. Er macht ihr eine heftige Szene und verkennt dabei ihren Stolz. Clarissa liebt Hermann, aber angesichts seiner Vorhaltungen verschließt sie sich gänzlich. Der Streit wird durch Hartmut unterbrochen, der gekommen ist, um den beiden Galina vorzustellen und ihr zu einem völllig absurden Gesangsstudium zu verhelfen. Da läuft Hermann kopflos aus dem Haus. Bergabrennend kommt er im Städtchen Oberwesel an, steigt in den nächstbesten Bus und betäubt sich mit Frustkäufen in einem Großmarkt. Bei seiner Rückkehr ist Clarissa abgereist. In seinem Brass hatte er seinen Schlüssel vergessen und tritt auf der Suche nach einem beim Haus deponierten Zweitschlüssel in die Marderfalle, die Gunnar vor Jahren im Gebüsch aufgestellt hatte. Hermanns Fuß wird schwer verletzt. Wochenlang verbringt er in einer Klinik und kehrt dann voll Melancholie ins Günderrode-Haus zurück. All das neue Lebenskonzept, das er hier mit Clarissa zur Zeit der Wende entworfen hatte, scheint zunichte. In seiner Verzweiflung hat er allerdings wieder zum Komponieren zurückgefunden. Bereits in der Klinik hatte er begonnen, eine Symfonie zu notieren und Gedichte der Caroline von Günderrode zu vertonen. In einem einzigen Schaffensrausch hat er sein Werk beendet, als
Dec 22, 2004
120 Min.
Die Erben (1997)
Sieben Jahre sind seit der Wende vergangen, genug Zeit, um die neuen Lebensentwürfe und Hoffnungen von 1989 annähernd verwirklicht zu haben. Jeder - sei es der kinderlose Ernst, der schon auf die Siebzig zugeht, sei es der 14jährige Junge Matko - hat versucht, dem Leben ein Stück persönlichen Glücks abzujagen. Matko ist der Sohn einer Jugoslawin, die ihn vor Jahren bei einer Freundin in Schabbach zurückgelassen hatte, um ihn vor dem Krieg in der Heimat zu bewahren. Matko sehnt sich nach der Mutter und fühlt sich von ihr verlassen. Beim Kauf einer neuen Cessna hat Ernst den Jungen auf dem Hahn-Gelände kennengelernt. Seither kümmert er sich rührend um den kleinen Streuner mit Mofa und amerikanischer Fliegerjacke, obwohl Ernst derzeit mit einem ehrgeizigen Projekt befasst ist. Mit dem Bau eines Museums am Goldbach und einer neugegründeten Stiftung, in die er seine imponierende Expressionismus-Sammlung einbringen will, möchte er sich unsterblich machen. Die Baupläne sind bereits erstellt, auch steht die Finanzierung schon. Ernst weiß aber, dass er dennoch ein einsamer Mann bleiben wird, ohne eigene Familie, ohne Geborgenheit und Liebe. Dieses Vakuum in seiner Seele könnte Matko ausfüllen, wenn Ernst nicht so unschlüssig wäre. Er schiebt die Entscheidung, den Jungen zu sich zu nehmen und zu seinem Nachfolger auszubilden, vor sich her. Hermann und Clarissa haben wieder zueinander gefunden, aber der Preis für ihre neue Zweisamkeit ist hoch: Clarissas Krebserkrankung ist zu einer leidvollen Odyssee durch Operationssäle, Kliniken und riskante Therapien geworden. Täglich besucht Hermann die Kranke und umsorgt sie hingebungsvoll. Seine Tochter Lulu und Lukas, sein Enkel, wohnen derzeit bei ihm im Günderrode-Haus. Als Assistentin des mit Ernsts Museumsbau beauftragten Architekten Delveau hat Lulu die attraktive Aufgabe der Bauleitung übernommen. Mit großer Tüchtigkeit installiert sie sich auf dem Gelände und treibt die Bauplanung voran - allerding
Dec 27, 2004
120 Min.
Abschied von Schabbach (1999 - 2000)
Am 9. August 1999, dem Tag der Sonnenfinsternis, ist Gunnar Brehme nach München gereist. Der Grund für sein Kommen ist nicht das große Naturereignis, in dessen Erwartung sich Menschenmassen mit "Sofi"-Brillen durch die Innenstadt drängen. Gunnar muss heute eine Gefängnisstrafe wegen Trunkenheit am Steuer antreten, die er einem "Wiesn"-Besuch vom letzten Jahr verdankt. In der Menge trifft er auf Tillmann und Moni, die mit einem Bus voller Schabbacher Laienspieler in der Stadt Station machen. Auch Hermann und Clarissa sind an diesem Tag nach München gekommen, um am Abend mit den "Günderrode-Liedern" eine gemeinsame Tournee zu starten. Das Schauspiel am Himmel ergreift selbst Gunnar in seinen bangen Gedanken. Fasziniert und brillenlos hat er aber zu lang in die Sonnenkorona geblickt und sich die Augen geblendet. Immerhin kann die Verletzung als Grund für einen Tag Haftaufschub dienen, und er beschließt, seine Exfrau Petra mit Reinhold und vor allem seine beiden Töchter zu besuchen, die inzwischen Teenager sind. Er trifft die Familie, als das Paar gerade aufbricht, um das Konzert von Hermann und Clarissa zu besuchen. So verbringt Gunnar den Abend allein mit den Töchtern und erlebt, dass Nadine, die ältere, ihn als ihren "richtigen" Vater nicht vergessen hat. Sie erinnert sich auch an den "Entertainer", den er auf dem Klavier spielt; sie kocht für ihn und versorgt ihn mit reichlich Wein. Gerührt beichtet Gunnar ihr, dass er für ein halbes Jahr in den Knast muss. Als Petra und Reinhold nach dem Konzert mit den beiden Künstlern zu einem Restaurant gehen wollen, kreuzt der Hunsrücker Reisebus ihren Weg. Hermann erfährt, dass Rudi, der Gastwirt von Schabbach, gestorben ist. Oft hatte er mit Clarissa über das treue, fast archaische Paar Rudi und Lenchen gesprochen. Nun hat der Tod die beiden, die eine Art Leitstern der dauerhaften Liebe waren, getrennt. Nach Clarissas Krankheit, die überwunden scheint, erinnert der Todesfall schockartig an die stete Be
Dec 29, 2004
120 Min.











