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S01E06 - "Mensch und Natur"
Ausgestrahlt am Dec 5, 1999, 12:00 PM
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Serie beendet
Episoden (1 Staffel · 6 Episoden)
Der Winter
Großbritannien - ein Land mit vielen Gesichtern, wunderbaren Landschaften und einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. Ein ganzes Jahr lang haben britische Filmemacher ihr Land bereist, im Wechsel der Jahreszeiten faszinierende Bilder eingefangen und dabei ein wirkliches Bilderbuch entstehen lassen. Am Beginn der ersten Folge steht London, die 2000-jährige Stadt, einst inmitten eines großen Sumpfes gelegen. Heute leben hier sieben Millionen Menschen und doch sind Pflanzen und Tiere nicht aus der Stadt verdrängt. Selbst seltene Reiherarten finden sich - zum Beispiel im Regent's Park, wo es eine ganze Kolonie gibt.
Oct 31, 1999
50 Min.
Der Frühling
Großbritannien ist ein Land mit vielen Gesichtern, mit wunderbaren Landschaften und einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. Die Reise des Teams beginnt diesmal auf den Scilly-Inseln, dem südlichsten Zipfel des Vereinigten Königreichs. Jedes Jahr im März und April ist dort ein faszinierendes Schauspiel zu beobachten, denn dann treffen riesige Schwärme von Alpenstrandläufern und anderen Watvögeln aus Afrika und dem Mittelmeerraum ein. Die Zugvögel bleiben nur so lange, bis sie gesättigt und ausgeruht sind, danach fliegen sie weiter in ihre Brutgebiete im fernen Grönland, Spitzbergen und Sibirien. Man mag es kaum glauben, aber auch Weltmetropolen wie London können ein Refugium für Tiere und Pflanzen sein. Das Team begibt sich zu den Haubentauchern im St. James's Park, zu der Graureiher-Kolonie im Regent's Park und macht einen Abstecher zu den Raben des Towers, die von den Londonern besonders gehätschelt werden; denn es heißt, dass das Vereinigte Königreich zugrunde geht, sobald die schwarzen Vögel die Bastion verlassen. Weiter geht die Reise nach Wales in das Küsten-Naturschutzgebiet von Stackpole.
Nov 7, 1999
50 Min.
Frühsommer
Ausgangspunkt der dritten Sendung ist die berühmte Universitätsstadt Oxford. Hier gibt es den ältesten botanischen Garten Großbritanniens. Er beheimatet eine Vielzahl von nahezu ausgestorbenen Pflanzen. England ist eine relativ dicht besiedelte und landwirtschaftlich genutzte Landschaft, in der in weiten Regionen nur noch wenig an natürlicher Flora und Fauna erhalten ist. Doch das Vereinigte Königreich zeichnet sich auch durch besonders attraktive Landschaftsgärten und Nationalparks aus. Der Filmautor zeigt in beeindruckenden Bildern u. a. die archaisch anmutenden Hirschkäfer im New Forest, die Aufzucht von Roten Milanen in Wales oder das Zusammenleben der imposanten Adler auf der Isle of Skye. Abgerundet wird die Dokumentation mit einem Besuch der Äußeren Hebriden an der schottischen Westküste. Diese rauen, teilweise unbewohnten Inseln sind ein Rückzugsgebiet für zahlreiche seltene Vögel wie zum Beispiel den Wachtelkönig.
Nov 14, 1999
50 Min.
Der Hochsommer
Die Ballungsgebiete im Süden Großbritanniens sind so dicht besiedelt, dass viele Tierarten ihr ursprüngliches Verhalten ändern mussten, um zu überleben. Rotfüchse beispielsweise fühlen sich selbst auf der Müllkippe einer Großstadt offensichtlich sehr wohl. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft sind die britischen Landschaften monotoner geworden. Das hat natürlich auch Einfluss auf die Lebensmöglichkeiten der Tiere. Es gibt Arten, die mit den Veränderungen zurechtkommen; andere, wie viele Mäusearten, finden auf den Feldern aber nicht mehr genug Nahrung. Manche von ihnen waren jedoch in der Lage, neue Lebensräume zu erobern.Die Reise führt über Wales nach Nordengland durch Landschaften, die heute auch von exotischen Tieren und Pflanzen bevölkert werden. Die Briten haben in den letzten Jahrhunderten viele fremde Arten eingeschleppt - mit weit reichenden Folgen für die einheimische Flora und Fauna. Manche Neubürger rotteten alteingesessene Arten aus. So verdrängte das Grauhörnchen aus Amerika in weiten Teilen des Landes das Eichhörnchen. Am urtümlichsten ist das dünn besiedelte Schottland geblieben. Dort leben heute sogar wieder Seeadler, die noch vor wenigen Jahren kurz vor der Ausrottung standen.
Nov 21, 1999
50 Min.
Der Herbst
Die letzte Sendung führt während des Herbstes von Schottland nach Südengland und zeigt, wie sich die verschiedenen Tiere auf den Winter vorbereiten. Für die Rothirsche beginnt Ende September die Brunftzeit. Dass so viele Tiere im Herbst ihre Nachkommen zeugen, hat einen Grund: Wenn die Jungen im darauf folgenden Frühjahr geboren werden, gibt es für alle nach der langen Fastenzeit des Winters wieder ausreichend Nahrung. Der Herbst ist die eigentliche Zeit des Überflusses. Die Tiere können sich gegen Ende des Jahres noch einmal richtig satt fressen und Kräfte sammeln. Und die brauchen sie auch - entweder für den Winterschlaf oder wie die Zugvögel für einen langen Flug in den Süden. Jede Tierart hat eine bestimmte Strategie, um die kalten Monate zu überstehen. Die Vorratswirtschaft der Eichhörnchen und bestimmter Mäusearten gehört dazu. In milden Gebieten wie Südwales wird der Winter weniger hart als beispielsweise in Schottland. Dennoch bestimmen die Vorbereitungen auf den Winter überall das Verhalten der Tiere.
Nov 28, 1999
50 Min.
Mensch und Natur
Die letzte Folge dieser Serie zeigt nun aktuelle Naturschutzprojekte. Mit beeindruckenden Bildern regt der Film zu Gedanken an über das Zusammenleben von Mensch und Natur. Wo sind Tiere und Pflanzen auf den Menschen angewiesen? Wie kann der Mensch Natur sinnvoll schützen? Und wo liegen für den Menschen die Grenzen des Machbaren? Viele Tiere profitieren vom Menschen: Nicht nur Hausmäuse nutzen seine Gebäude, auch viele Schmetterlingsarten und Marienkäfer überwintern gern unter festen Dächern. Private Hausgärten bieten für Ringelnattern, Grasfrösche und Igel oft die letzte Zuflucht. Hier finden sie mehr Nahrung als auf dem Land, wo durch Pestizide viele ihrer Beutetiere zum Teil ausgerottet sind. Selbst Rotmilane kreisen inzwischen wieder über London, weil sie in den Gärten leichte Beute machen können. Sünden der Vergangenheit werden von den Briten wieder gutgemacht: Bergwerke, Kiesgruben und Industrieflächen werden renaturiert. Wildblumensaaten werden ausgestreut. Sie verwandeln Industrieanlagen in Blumenmeere. Bagger ebnen Kiesgruben ein und schaffen flache Seen für Säbelschnäbler und Haubentaucher. Auf einem Bergwerksgelände von 500 Quadratkilometern wird ein neuer Wald angepflanzt. In Großbritannien ausgerottete Tierarten werden wieder angesiedelt, darunter der Rotmilan, der Habicht und der Biber.
Dec 5, 1999
50 Min.






