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201250 Min.Beendet

Lebt wohl, Genossen!

Sender:ARTE

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S01E06 - "1990 - 1991 Kollaps"

Ausgestrahlt am Feb 7, 2012, 11:00 AM

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Serie beendet

Beschreibung

Die sechsteilige Dokumentarfilmreihe erzählt die Geschichte des Untergangs der Sowjetdiktatur aus der Innensicht, zu Wort kommen einfache Arbeiter genauso wie ehemalige KP-Mitglieder oder Mitarbeiter des KGB. Im Jahr 1991, also vor ziemlich genau 20 Jahren, verschwand die Sowjetunion von der politischen Landkarte. Mit dem Ende der UdSSR war auch die strenge Trennung zwischen westlicher Welt und Ostblock obsolet geworden. Sowjetische Filme, Songs von Regimegegnern, Fernsehnachrichten und privates Archivmaterial liefern den Schlüssel, um eine wenig erforschte Seite des Ostblocks zu ergründen. Dabei kommen Zeitzeugen zu Wort, die die letzten 15 Jahre vor dem Ende der Sowjetunion miterlebten. Jeder von ihnen hat seine persönliche Erklärung für den plötzlichen Zusammenbruch der Sowjetherrschaft. Auf Postkarten äußerten sich einst die Sowjetbürger über ihren Alltag und ließen sich - mehr oder weniger verschlüsselt - Mitteilungen politischer Art zukommen. In der Dokumentationsreihe erzählen die Zeitzeugen nun ganz offen von den wahren Ereignissen, zum Beispiel von Zwangstrennungen, Widerstand und Untergrundaktionen. Diese Erinnerungen stellt die Dokumentarfilmreihe durch audiovisuelles Archivmaterial gestützt in den geschichtlichen Zusammenhang. Die Dokumentarfilmreihe "Lebt wohl, Genossen!" wurde in zwölf Ländern gedreht und wird von 15 europäischen Fernsehsendern ausgestrahlt. (arte)

Details

Status
Beendet
Laufzeit
50 min
Erstausstrahlung
January 24, 2012
Beendet
February 7, 2012

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Episoden (1 Staffel · 6 Episoden)

1975 - 1979 Machtrausch

Als Kosmonaut Alexej Leonow im Jahr 1975 während seines Raumflugs im Rahmen des amerikanischsowjetischen Apollo-Sojus-Test-Projekts auf die Erde herabblickt, hat das kommunistische System seine maximale Expansionsstufe erreicht. Doch es bekommt langsam erste Risse. Die wachsenden Wirtschaftsprobleme, der Einfluss der Popkultur und nicht zuletzt die erste, 1973 in Helsinki organisierte Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa geben Bürgerrechtsbewegungen wie der Charta 77 in der Tschechoslowakei Auftrieb. In der UdSSR hat die Altherrenriege des Politbüros mittels Polizei, KGB und politischer Verfolgung die Gesellschaft jedoch immer noch fest im Griff. (TVMovie)

Jan 24, 2012

50 Min.

1980 - 1985 Kriege

Der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan im Dezember 1979, die Protestaktionen der erstarkenden polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc und deren Niederschlagung durch General Jaruzelski, der im Dezember 1981 das Kriegsrecht über Polen verhängte, vermitteln der Weltöffentlichkeit das Bild eines Imperiums, das seine Streitkräfte zum Erhalt der eigenen Macht in die Schlacht schickt. Und auch aus der westlichen Welt wird die Kritik am Sowjetimperialismus lauter. So ermutigt Papst Johannes Paul II. während eines Besuches in Polen seine Landsleute, indem er ihnen zuruft: 'Habt keine Angst!'. Außerdem boykottiert der Westen die Olympischen Spiele 1980 in Moskau. Dass sie trotzdem veranstaltet wurden, kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die sowjetische Staatsführung durch innere Kämpfe geschwächt ist und die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat. Binnen fünf Jahren sterben drei Parteichefs und verschwinden damit von der politischen Bühne: Leonid Breschnew sowie seine Nachfolger Juri Andropow und Konstantin Tschernenko. (TVMovie)

Jan 24, 2012

50 Min.

1985 - 1987 Hoffnung

Der erste Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, der direkt mit dem Niedergang des Systems konfrontiert ist, ist Michail Gorbatschow. Er führt Reform-Konzepte wie Glasnost und Perestroika ein und nimmt erste Kontakte zu sowjetischen Dissidenten auf. Diese zögerliche Liberalisierung löst eine zunehmend unkontrollierbare Bewegung aus, die bald auch die Satellitenstaaten erfasst. Der ehemalige Generalsekretär der Ungarischen sozialistischen Arbeiterpartei, János Kádár, und der damalige polnische Staatsratsvorsitzende, General Jaruzelski, schlagen einen wirtschaftlichen und politischen Reformkurs ein. Das kommunistische System des Ostblocks gerät ins Wanken. Und der Reaktorunfall von Tschernobyl im April 1986 beschleunigt auch in den Staaten des Warschauer Pakts das Bewusstsein über den desolaten Zustand des Systems. Gleichzeitig tritt in der Sowjetunion eine Opposition auf den Plan, die konsequentere und raschere Reformen anstrebt: Boris Jelzin positioniert sich als Alternative zu Michail Gorbatschow, der zunehmend angeschlagen und überfordert wirkt. (TVMovie)

Jan 24, 2012

50 Min.

1988 Aufbruch

In der UdSSR zeigen Glasnost und Perestroika ihre Wirkung. Überall im Lande eröffnen sich den Sowjetbürgern neue Freiräume und bislang unbekannte Ausdrucksmöglichkeiten: Zeitungen werden gegründet, und es beginnt eine kritische Auseinandersetzung mit der stalinistischen Vergangenheit und ihren Relikten. Parallel dazu wächst die wirtschaftliche Misere. In den Sowjetrepubliken kommt es zu ersten ethnisch begründeten Zusammenstößen. Im gesamten Ostblock steigt die Unzufriedenheit, besonders in den Ländern, deren Führung sich Michail Gorbatschows Reformkurs vehement widersetzt. (TVMovie)

Jan 31, 2012

50 Min.

1989 Rebellion

Aufbruchstimmung im Ostblock: Die UdSSR, Polen und Ungarn lassen teilweise freie Wahlen zu. In der DDR klammert sich SED-Chef Erich Honecker weiter an die Macht. Doch von seiner unangefochtenen Position ist nicht mehr viel übrig. In den eigenen Reihen lauern Reformer. Der Hauptschuldige daran ist für Honecker der Erfinder von Perestroika und Glasnost: der sowjetische Staatspräsident Michael Gorbatschow. (TVMovie)

Feb 7, 2012

50 Min.

1990 - 1991 Kollaps

Nachdem es seinen Einfluss auf seine einstigen Vasallenstaaten des Warschauer Paktes fast völlig eingebüßt hat, pocht das einst allmächtige Sowjetreich auf den Zusammenhalt seines inneren Staatenbundes. Doch die Protestbewegung macht vor den Grenzen der Unionsrepubliken nicht Halt. Der vom Westen gefeierte Reformer Michail Gorbatschow steht den zunehmenden Unruhen im eigenen Land machtlos gegenüber. Nach einem vereitelten Staatsstreich im August 1991 übernimmt sein Kontrahent Boris Jelzin das Ruder. An Weihnachten 1991 obliegt Michail Gorbatschow das Amt und die Pflicht, offiziell die Auflösung der UdSSR zu verkünden. (TVMovie)

Feb 7, 2012

50 Min.

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