Kapitalismus made in USA - Reichtum als Kult
External Rating36%
202352 Min.Laufend

Capitalisme américain, le culte de la richesse

Kapitalismus made in USA - Reichtum als Kult

Sender:ARTE

Vorherige Episode

S01E03 - "Wer will Milliarden verdienen? (1981 bis heute)"

Ausgestrahlt am Nov 7, 2023, 11:00 AM

Nächste Episode

Noch offen

Beschreibung

Die dreiteilige Dokumentationsreihe zeigt, dass die USA schon vor 120 Jahren ein Paradies für Millionäre waren: Unternehmer wie John D. Rockefeller häuften ohne nennenswerte Steuerpflicht enorme Vermögen an. Gegen die Ausbeutung der Arbeiter bildete sich eine progressive Bewegung. Der Einfluss der Superreichen auf die Politik erschwerte jedoch soziale Fortschritte. Nach der großen Depression kurbelte der „New Deal“ die Wirtschaft wieder an und ab 1980 wurde das Silicon Valley zum Eldorado für Startups wie Apple und Microsoft. Bis heute wissen Großkonzerne dort bestens, wie sie Steuern umgehen.

Details

Status
Laufend
Sprache
French
Laufzeit
52 min
Erstausstrahlung
November 7, 2023

Externe Links

Episoden (1 Staffel · 3 Episoden)

Das Paradies für Millionnäre (1870–1920)

Kapitalismus basierte auch in den USA von Anfang an auf individuellem Profit und unternehmerischer Freiheit. Ein Großteil des Reichtums ist in einem solchen System häufig nur unter wenigen Nutznießern aufgeteilt. Um zumindest etwas zu regulieren, wurden auch dort schließlich Aufsichtsgremien geschaffen, Monopole verboten und Reiche besteuert. Seit etwa 40 Jahren läuft der US-amerikanische Kapitalismus jedoch mehr und mehr aus dem Ruder. In sämtlichen Branchen haben sich sehr wohl Monopole herausgebildet, 722 Milliardäre und 22 Millionen Millionäre zahlen ganz legal weniger Steuern als ihre Angestellten. Die USA waren bereits vor 120 Jahren ein Paradies für Millionäre. Es gab keine gesetzlichen Regelungen, und so konnte John D. Rockefeller, der erste Milliardär der Weltgeschichte, völlig ungehindert ein Ölimperium aufbauen. (Text: arte)

Nov 7, 2023

52 Min.

Die Reichen zur Kasse bitten (1921–1946)

Das Paradies der Millionäre ging mit dem Börsenkrach von 1929 und der darauffolgenden Depression zugrunde. Der interventionistische „New Deal“ des 1932 gewählten Präsidenten Franklin D. Roosevelt war für die um Lösungen verlegenen Wirtschaftsgrößen zunächst ein willkommenes Programm. Sie stimmten der Gründung öffentlicher Unternehmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit zu und ließen sich auf Gehaltsverhandlungen mit den Gewerkschaften ein. Der Konsens währte jedoch nicht lange, denn die Industriellen verdächtigten Roosevelt, den Kapitalismus dauerhaft regulieren zu wollen. Sie beschuldigten den Präsidenten der Tyrannei. Die „New Dealer“ bezeichneten sich als Antwort darauf fortan als Liberale, ihre Gegner als Konservative. Roosevelt wurde trotz der gegen ihn ausgerichteten Propagandakampagnen der Konservativen 1936 wiedergewählt. (Text: arte)

Nov 7, 2023

52 Min.

Wer will Milliarden verdienen? (1981 bis heute)

Als die Konservativen 1980 mit Ronald Reagan wieder an die Macht kamen, setzten sie dem Liberalismus ein jähes Ende. Die Deregulierung wurde vorangetrieben, die Steuersätze gesenkt. Erneut wurden „die Reichen immer reicher“ – genau wie in den Jahren vor dem Börsencrash von 1929. Gleichzeitig beflügelte die Entwicklung der Rechenleistung von Mikroprozessoren das Silicon Valley und ermöglichte die Herstellung kleinerer Computer. Die Mikroinformatik wurde zum neuen Trend. HP und später auch Apple verbreiteten den Mythos des visionären Computergenies, das in seiner Garage klein anfängt und sich zum millionenschweren Unternehmer hocharbeitet. (Text: arte)

Nov 7, 2023

52 Min.

Bewertungen