Planet Erde
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200660 Min.Beendet

Planet Earth

Planet Erde

Sender:BBC One

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S01E11 - "Tiefseewelten"

Ausgestrahlt am Dec 10, 2006, 9:00 PM

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Serie beendet

Beschreibung

Nach seiner weltweit viel beachteten und mehrfach ausgezeichneten Reihe “Blue Planet”, die in der ARD erfolgreich als “Unser blauer Planet” ausgestrahlt wurde, zeigt Alastair Fothergill (BBC) nun die großen Lebensräume der Erde. Die Filme sprengen alle bisherigen Grenzen der Naturdokumentation. Sie zeigen unsere Welt, wie sie nie zuvor zu sehen war - von den großen Flüssen und beeindruckenden Schluchten, über mächtige Berge und geheimnisvolle Höhlen, bis hin zu riesigen Wüsten und weiten Feuchtgebieten. Fünf Jahre dauerten die Dreharbeiten für diese internationale Koproduktion der BBC mit Discovery Channel, NHK/Japan und der kanadischen CBC. Auf deutscher Seite waren, wie schon bei “Unser blauer Planet”, von Anfang an BR und WDR (Federführung) beteiligt. 40 Kamerateams waren an 200 Drehorten in allen Ecken der Welt unterwegs. Die Reihe wurde in der brandneuen HD-(High Definition)-Technologie realisiert. Für ein zentrales Element dieser Serie - Luftaufnahmen - wurde sogar ein eigenes Kamerasystem entwickelt. Die fernsteuerbare, kreiselstabilisierte “Heligimbal”-Kamera erlaubt erstmals den umfassenden Einsatz von extrem starken Teleobjektiven aus der Luft, was ungeahnte Möglichkeiten eröffnete. Zudem wurden ultramoderne Hochgeschwindigkeitskameras eingesetzt, die sensationelle Aufnahmen in 40-facher Zeitlupe liefern. So konnten riesige Wanderungen lange aus der Luft verfolgt werden, ohne die Herden in Panik zu versetzen, in Sekundenbruchteilen erfolgende Abläufe detailliert festgehalten und unglaubliche Aufnahmen von Tieren in ihren natürlichen Lebensräumen gemacht werden. Und zwar ungeachtet dessen, ob sich diese auf höchsten Berggipfeln, in entlegensten Wüstengebieten oder in der Dunkelheit am Waldboden aufhalten.

Details

Status
Beendet
Sprache
English
Laufzeit
60 min
Erstausstrahlung
March 5, 2006
Beendet
December 10, 2006
Sendeplan
Sunday um 21:00

Externe Links

Episoden (1 Staffel · 11 Episoden)

Von Pol zu Pol

Zwar kann Leben an Land ohne Süßwasser nicht existieren, doch ist es letztlich die Sonne, die die Existenz aller Tiere und Pflanzen bestimmt. Weil die Neigung der Erdachse zur Sonne die Jahreszeiten entstehen lässt, bestimmt sie auch die Lebensgewohnheiten der Erdbewohner. Arktischer Frühling: Eine Eisbärenmutter taucht aus ihrem Winterquartier auf, dicht gefolgt von ihren zwei kleinen Jungen. Sie hat nur zwei Wochen Zeit, sie auf die gefährliche Reise über das gefrorene Meer vorzubereiten, bevor das Eis zu schmelzen beginnt und die Eisbärenfamilie ans Land bindet. Auch die Massenwanderungen von Tieren werden vom Wechsel der Jahreszeiten bestimmt. Eine Million Karibus werden auf ihrem Weg durch die eintönigen Weiten der Arktis von Wölfen verfolgt. In der Kalahari-Wüste, am anderen Ende der Erde, unternehmen hunderte Elefanten derweil eine abenteuerliche Reise zu den Sümpfen des Okawango. Mehr als drei Jahre lang beobachten Kameraleute im Süden Afrikas die alljährlich durch Fluten entstehenden Veränderungen. Zum ersten Mal konnten so Wildhunde, die die Flut nutzen, um Impalas zu jagen, aus der Luft gefilmt werden. Dank einer 40-fachen Zeitlupe entstanden faszinierende Aufnahmen des Angriffs eines Weißen Hais auf eine Robbe. Diese neueste Technik enthüllt die ganze Kraft und Raffinesse des größten Jägers der Ozeane.

Mar 5, 2006

60 Min.

Bergwelten

Sobald der Mensch einen Berg erklommen hat, heißt es, er habe ihn "bezwungen". Tatsächlich aber wird er immer nur ein Besucher dieser rauen Welt bleiben. Denn kein Mensch kann auf Dauer in extremen Höhen überleben. "Planet Erde" stellt "Bergsteiger aus dem Tierreich" vor, die es trotz der widrigen Bedingungen schaffen, auf den Hängen der höchsten Gipfel der Erde zu existieren. Die seltenen, extrem scheuen Tiere leben in außergewöhnlichen, von Felsen, Eis und Schnee geprägten Landschaften. In Äthiopien beobachtet "Planet Erde" eines der seltensten Naturereignisse der Welt. Aus einem seit über 100 Jahren aktiven Lavasee wächst ein Berg heran. Dieselben Kräfte, die hier tätig sind, waren auch für die Entstehung der Simien-Berge verantwortlich, die den Lebensraum für riesige Dschelada-Rudel bilden, eine Affenart, die sich nur von Gras ernährt. In den südamerikanischen Anden kämpft eine fünfköpfige Pumafamilie mit dem wechselhaftesten Bergwetter. Und Grizzlybären überleben im Norden Amerikas die Gewalten hunderter Lawinen in den Rocky Mountains, indem sie die Winter in ihren geschützten Höhlen verbringen. Im Sommer klettern sie auf steile Gipfelhänge auf der Suche nach Faltern, die sie zu Tausenden verschlingen, weil deren Körper extrem fetthaltig sind. Und in den luftigen Höhen Pakistans befindet sich das Reich des Schneeleoparden. Der Film zeigt einzigartige Bilder der Raubkatze bei der Jagd auf Schraubenziegen. Eine Pandabärenmutter, die ihr gerade eine Woche altes Junges in einer Berghöhle in China säugt und die Flugreise an der Seite von Jungfernkranichen bei ihrem Versuch, das höchste Gebirge der Welt, den Himalaja, zu überqueren, sind zudem zu sehen.

Mar 12, 2006

60 Min.

Wasserwelten

Nur drei Prozent des Wassers der Erde sind Süßwasser – und dennoch ist dies unsere wertvollste natürliche Ressource. Dort, wo es vorhanden ist, bestimmt es alles Leben. Diese Folge verfolgt den Lauf der Flüsse von ihren Quellen in den Bergen bis zum Meer und stellt deren einzigartige und spektakuläre Tierwelt vor. Die Reise beginnt auf den geheimnisvollen Tepuis im Süden Venezuelas, einer Reihe abgeschiedener, ursprünglicher Hochebenen. Nach jedem sintflutartigen Regenfall sammeln sich die Wasser in Senken, die in kleine Rinnsale überfließen und nach und nach anschwellen, bis sich die Fluten über die 979 Meter hohen Klippen in den tief unten gelegenen Devil's Canyon stürzen und so den Salto Angel bilden, den höchsten Wasserfall der Erde. Von hier aus geht die Reise weiter flussabwärts bis zu einigen der weltweit spektakulärsten Naturwundern, wie den tosenden Iguaçu-Wasserfällen – die den breitesten ununterbrochenen Wasserfall bilden – und den gefährlichen Gewässern des größten Feuchtgebietes der Erde, des Pantanals in Brasilien. Mit einem 1,5 km langen Flug durch die berüchtigten Engen des Grand Canyon in den USA liefert "Planet Erde" eine neue Sicht auf dieses gigantische Naturdenkmal, das selbst aus dem Weltraum deutlich zu erkennen ist. Es werden auch weitgehend unbekannte Gegenden besucht. So tauchten Teams unter der Eisdecke des tiefsten Sees der Erde, des sibirischen Baikalsees – Lebensraum der weltweit einzigen Süßwasserrobben und riesiger prähistorischer Flohkrebse. In abgelegenen Bergflüssen Japans gelangen beeindruckende Aufnahmen Japanischer Riesensalamander. Mit zwei Metern Länge zählen sie zu den größten Amphibien der Welt. Genauso verblüffend sind Aufnahmen von Süßwasserdelfinen, die im Amazonas "Steine" sammeln und in ihrem Maul den Weibchen präsentieren, um eines für sich zu gewinnen. Dramatische Szenen zeigen, wie heldenhaft sich Glattotter gegen Sumpfkrokodile behaupten. Mit modernsten

Mar 19, 2006

60 Min.

Höhlenwelten

Höhlen gehören zu den seltenen Lebensräumen, die nicht direkt von der Sonne beeinflusst werden; nichtsdestoweniger werden diese Orte von verschiedenen Tierarten bewohnt. Diese Folge führt in einige der letzten weitgehend unbekannten Gegenden, die bislang von nur wenigen Menschen betreten worden sind. Die mexikanische Höhle Sotano de las Golondrinas ("Keller der Schwalben") ist ein 400 Meter tiefer senkrechter Schacht. Sie ist zwar tief genug, um das Empire State Building in sich aufzunehmen, jedoch wissen nur wenige überhaupt von ihrer Existenz. Die in den USA gelegene Lechuguilla-Höhle ist rund 200 Kilometer lang und liegt 500 Meter tief. In ihr sind große Kammern mit den unglaublichsten Kristallen gefüllt, darunter einige überwältigende Exemplare von sechs Metern Länge. Auch wenn weltweit keine vergleichbar schöne Höhle zu finden ist, hat bisher noch kaum jemand den Namen Lechuguilla gehört. Die Deer Cave in Borneo bietet tagsüber eine Rückzugsmöglichkeit für drei Millionen Fledermäuse. Ihr Kot ernährt eine unglaubliche Anzahl weiterer Lebewesen. Beleuchtet man einen ihrer gewaltigen Kotberge, so erkennt man plötzlich Millionen Schaben, die darauf und davon leben. Die Teams sind in noch unerforschte Welten hinab gestiegen, um einige der außergewöhnlichsten und seltensten Tiere zu filmen: von den Salanganen, die mit Hilfe der Echoortung durch stockdunkle Höhlen navigieren und ihre Nester aus Speichel bauen, bis hin zu Troglobionten – sonderbaren Lebewesen, die niemals das Tageslicht zu Gesicht bekommen oder einen Fuß an die Oberfläche setzen. Thailändische Flossensauger zum Beispiel haben sich bestens an ihren extremen Lebensraum angepasst. Sie leben ausschließlich in Höhlenwasserfällen, in denen sie sich mit mikroskopisch kleinen Haken, die an ihren abgeflachten Flossen sitzen, fest halten. Sie wurden bisher noch nie gefilmt. Spezialisten wie sie und auch der Texanische Höhlenmolch haben weder Augen noch Pigmente

Mar 26, 2006

60 Min.

Wüstenwelten

Was alle Astronauten beim Blick aus ihren Raumkapseln auf die Erde deutlich erkennen, sind die Wüsten unseres Planeten. Sie bedecken erstaunliche 30 Prozent der gesamten Landfläche. Vom Weltraum aus erscheinen sie leer und leblos. Bei genauerem Hinsehen bietet sich einem allerdings ein ganz anderes Bild. Auch wenn alle Wüsten einem stetigen Regenmangel ausgesetzt sind, so bilden sie doch das abwechslungsreichste Ökosystem unseres Planeten. Die Wüste Gobi in der Mongolei ist der Lebensraum wilder Baktrischer Kamele, wegen ihres Gangs auch Trampeltiere genannt – eines der seltensten Säugetiere der Erde, das nur überlebt, indem es seinen Flüssigkeitshaushalt mit Schnee versorgt. In der Atacama-Wüste in Chile überleben Guanakos in der trockensten Wüste der Erde, indem sie den Tau von Kaktusdornen schlecken. Zwar sind Veränderungen in der Wüste eher selten, sie haben jedoch einen entscheidenden Einfluss auf diese Gegenden. Für "Planet Erde" wurden einige dieser Veränderungen auf bemerkenswerte Weise festgehalten: vom rund 1.500 Meter hohen Sandsturm in der Sahara bis hin zum Wüstenfluss, der an nur einem einzigen Tag Wasser führt. In den USA löst eine kurze Blütezeit im Death Valley eine Explosion des Bestandes an Wanderheuschrecken aus, deren Schwärme am Ende eine Fläche von 65 mal 160 km bedecken – zwei Ereignisse, die nur einmal alle 30 Jahre vorkommen. Den Höhepunkt dieser Folge bildet eine einzigartige Flugreise über die Dünen und Felsenklippen der Namib. Diese Perspektive ermöglicht zum ersten Mal die Beobachtung einiger Tiere, die man in einer Wüste nicht erwarten würde. Elefanten machen sich auf eine äußerst lange und gefährliche Nahrungssuche, und erstaunlicherweise durchkämmen Wüstenlöwen die öde Wildnis nach Oryxantilopen.

Apr 2, 2006

60 Min.

Eiswelten

Größer als die Fläche der USA beziehungsweise zweimal so groß wie der gesamte Kontinent Australien und dazu völlig von Eis bedeckt, zeigt sich die Antarktis. Im Gegensatz dazu ist der Nordpol ein Eismeer, das von Land umgeben ist. Egal zu welcher Jahreszeit - immer ist es das Eis, das die Regionen im hohen Norden wie im äußersten Süden der Erde beherrscht. Trotz höchster Anforderungen an die Überlebensfähigkeit trotzen einige Tiere den widrigen Naturbedingungen. Selbst bei minus 70 Grad Celsius und in Wochen totaler Finsternis bringen die Kaiserpinguine in der Antarktis ihren Nachwuchs zur Welt. Ein ausgeklügeltes soziales Verhalten hilft ihnen, die Unannehmlichkeiten des antarktischen Winters durchzustehen und den Nachwuchs auszubrüten. Wale kommen im kurzen Sommer in die Eismeere und tauchen gemeinsam in die üppigen Krillschwämme hinein. Mit einer besonderen Technik schaffen es die Schwergewichte der Meere, den winzigen Krill zu konzentrieren, um möglichst viel davon zu fressen. Wenn die Sonne die Arktis erreicht, beginnt sich das von Kontinenten umgebene Eismeer zu verändern. Eisbärenweibchen warten, bis die Jungen ausdauernd laufen können und begeben sich mit ihnen zum Robbenfang auf das Eis. Die männlichen Eisbären haben indes den Winter hindurch nach Seehunden gejagt. Doch mittlerweile wird den weißen Bären buchstäblich der eisige Boden unter den Füßen weggezogen. Immer früher und schneller schmilzt das Eis und immer weiter müssen sie nach Beute schwimmen. Einzigartige Luftaufnahmen belegen die veränderten Verhaltensweisen der Eisbären. Kilometerweit schwimmt der Bär in den Ozean hinaus, in der Hoffnung, irgendwo noch Seehunde überraschen zu können.

Nov 5, 2006

60 Min.

Graswelten

ernähren sich mehr Wildtiere, als von jeder anderen Pflanzenart: seien es riesige Karibuherden, die durch die arktische Tundra streifen, mongolische Gazellen oder Blutschnabelweber, die wie ein Heuschreckenschwarm über die afrikanische Savanne herfallen. Der Film folgt außerdem Yaks über die tibetische Hochebene und zieht mit Tausenden von Bisons durch die nordamerikanische Prärie. Zu den Höhepunkten der Dokumentation gehört die Beobachtung eines großen Löwenrudels in der afrikanischen Savanne. In der Trockenzeit versammeln sich zahlreiche Wildtiere an einem der wenigen Wasserlöcher der Region. Mit modernster Nachtsichttechnik fängt die Kamera einzigartige Bilder ein: Getrieben vom Hunger, versuchen die Löwen immer wieder, einen Elefanten zur Strecke zu bringen.

Nov 12, 2006

60 Min.

Dschungelwelten

Die tropischen Regenwälder der Erde beherbergen die Hälfte aller Arten, die es auf diesem Planeten gibt. Und doch wirkt der Dschungel auf den ersten Blick oft seltsam leblos. Die Luft ist erfüllt von einem fantastischen Konzert, trotzdem sucht das bloße Auge oft vergeblich nach dem Urheber der Töne. Alastair Fothergill und Huw Cordey ist es gelungen, die großen und kleinen Bewohner des Dschungels mit der Kamera einzufangen. Paradiesvögel werben mit beeindruckenden Tänzen um ihre Weibchen. Brüll- und Klammeraffen turnen durch die Baumkronen. Nachts übernehmen Zikaden und Frösche das Regiment. Trotz der üppigen Natur ist der Überlebenskampf im Dschungel hart. Nur wer sich an die besonderen Bedingungen anpasst, kann hier überleben. Die Krabbenspinne zum Beispiel verbringt ihr ganzes Leben in einer kleinen, mit Wasser gefüllten Kannenpflanze. Dort ernährt sie sich von Mückenlarven und anderen Insekten, die sie aus dem Wasser angelt. Mitten im Regenwald trifft das Kamerateam auf afrikanische Waldelefanten. Die Tiere ziehen in kleinen Gruppen durch den Dschungel. Zum Überleben benötigen sie bestimmte Mineralien, die sie aus Schlammlöchern im Wald ausgraben. Und zum ersten Mal ist es gelungen, eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Schimpansen zu filmen. Die größte Schimpansengruppe der Welt verteidigt ihr Territorium gegen eine benachbarte Gruppe. Wissenschaftler haben mehrfach über diese Schimpansenkriege berichtet, bei denen die Tiere manchmal auch zu Tode kommen.

Nov 19, 2006

60 Min.

Meereswelten

Zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt, das alle Kontinente umspült. Und somit leben zahllose Tiere in den Ozeanen und an ihren Küsten. Zu den größten Exemplaren zählen die Buckelwale. Die Mütter hungern acht Monate, um das Überleben ihres Kalbes zu sichern. Erst wenn dieses kräftig genug ist, schwimmen beide in die rauen, kälteren und gefährlicheren Meere der nördlichen und südlichen Hemisphäre. Beim Beutemachen zeigen sich Delfine hingegen als außerordentlich erfinderisch. Sie verfügen über ein Echoortungssystem und haben gelernt, sich auf Strände zutreiben zu lassen, um Fische zu jagen. Meeresströmungen versorgen die Gewässer mit Nährstoffen aus der Tiefe, die Algen, Salpen und Krill in großen Mengen ernähren. Die winzigen Lebewesen schwappen durch das Wasser und bilden Futter für zahlreiche Tierarten. Aber auch Algentürme so hoch wie dreistöckige Häuser werden auf diese Weise gedüngt und gedeihen prächtig. Horden von Seeigeln fallen über den Meeresboden her und fressen weite Gebiete der großen Unterwasserwälder kahl. Und auch Seesterne begeben sich auf Raubzug. Der große Sonnenblumenseestern erweist sich dabei als Ungeheuer in seiner Unterwasserwelt. Außerdem ist es einem Kamerateam gelungen, den größten Räuber der Meere, den Weißen Hai, auf Robbenjagd zu filmen. Ohne spezielle Aufnahmetechnik mit stark verzögerter Zeitlupe wäre die blitzschnelle Angriffstechnik des Weißen Hais nicht sichtbar zu machen: Der gewaltige Sprung aus dem Wasser und das Fangen der Beute.

Nov 26, 2006

60 Min.

Waldwelten

Die größte Waldlandschaft der Erde ist die Taiga. Sie liegt wie ein Gürtel rund um den nördlichen Erdball. Hier wachsen ein Drittel aller Bäume weltweit, mehr als in den tropischen Regenwäldern. Die Bäume der Taiga produzieren soviel Sauerstoff, dass sich dies auf die gesamte Erdatmosphäre auswirkt. Auffallend ist, dass sich in diesen riesigen Waldgebieten nur wenige Tiere zeigen. Amurleoparden sind die große Kostbarkeit der sibirischen Wälder. Nur noch 40 Tiere soll es in freier Wildbahn geben. Bäume sind faszinierende Lebensformen, ob nur Zentimeter groß wie in den arktischen Tundren oder riesig hoch wie die kalifornischen Mammutbäume oder uralt wie die Grannenkiefern. Diese wachsen in Nordamerika und sind über 4000 Jahre alt und haben bis heute überdauert, das heißt, sie begannen bereits in der Bronzezeit zu wachsen. Im chilenischen Valdivia-Urwald auf der Südhalbkugel der Erde ist dagegen alles viel kleiner. Hier leben die kleinsten Hirsche der Welt mit einer Schulterhöhe von gerade mal 30 Zentimetern. Und die kleinste Katze Amerikas durchstreift hier den Wald. Die Laubwälder Nordamerikas und Europas bieten zahlreichen Tieren Lebensraum. So findet in den Waldgebieten an der nordamerikanischen Ostküste mit dem Erwachen von Milliarden Zikaden der weltweit größte Massenschlupf von Insekten statt. In den Laubwäldern der gemäßigten Breiten findet ebenfalls ein Naturschauspiel statt, das seinesgleichen sucht: die Frühjahrsblüte. Große Teile der nordamerikanischen Wälder können dafür im Herbst einen Farbenrausch aufweisen, der sogar vom Weltraum aus zu sehen ist. Als wahre Wassertanks erweisen sich die afrikanischen Baobabs. Während der Regenzeit füllen die Affenbrotbäume ihre Stämme mit mehreren tausend Litern Wasser und speichern es für die trockenen Monate. Und wenn ein Baobab in der Nacht zu blühen beginnt, erwachen die Lebewesen des Waldes und vergnügen sich auf ihm.

Dec 3, 2006

60 Min.

Tiefseewelten

Obwohl die Meere zwei Drittel der Oberfläche unseres Planeten bedecken, sind sie noch weitgehend unerforscht. Jäger und Gejagte überleben dank besonderer Strategien in den Tiefseewelten. Vor der Küste Venezuelas begegnet dem Kamerateam ein Walhai. Mit einer Länge von zwölf Metern und einem Gewicht von 30 Tonnen ist er der größte Fisch überhaupt. Der Koloss ernährt sich größtenteils von Plankton. Doch der Film zeigt, wie auch zahlreiche Beutefische in dem riesigen Maul des Walhais verschwinden. Besonders trickreiche Jäger sind Delfine. Sie jagen bevorzugt in Gruppen. Dabei kreisen sie zum Beispiel einen Makrelenschwarm ein und treiben die Fische an die Oberfläche, um sie dort zu fangen. An der Oberfläche haben die Fische aber noch einen anderen Feind: Die Sturmseetaucher. Wie Torpedos stürzen sich die Wasservögel in den Ozean und tauchen sogar zu den Fischen hinab. Je tiefer das Kamerateam ins Meer vordringt, umso bizarrer werden die Lebewesen. Vampirtintenfische erzeugen ein außergewöhnliches Farbenspiel und verwirren ihre Räuber. Ein Sägezahn-Schnepfenaal wartet bewegungslos auf Beute. Und vor Mexiko kann die Kamera sogar beobachten wie Aale, Krabben und Riesenasseln in wenigen Stunden einen riesigen Fischkadaver vernichten. Das Meer hütet noch andere Geheimnisse: Blauwale sind die größten Lebewesen der Erde, doch über ihre Wanderwege wissen die Forscher bisher wenig. Auch über das Leben der Meeresschildkröten weiß man noch nicht alles. Direkt nach dem Schlüpfen wandern die kleinen Schildkröten ins Meer und verschwinden für mehrere Jahre. Erst als erwachsene Tiere kehren sie an den heimatlichen Strand zurück.

Dec 10, 2006

60 Min.

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