
Life in Cold Blood
Kaltblütig - Die Welt der Drachen, Echsen und Amphibien
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S01E05 - "Gepanzerte Riesen"
Ausgestrahlt am Mar 3, 2008, 9:00 PM
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Serie beendet
Beschreibung
Episoden (1 Staffel · 5 Episoden)
Meister der Anpassung
Die erste Folge zeigt die Vielfalt von Reptilien und Amphibien, ihre Brutpflege und ihre Kommunikationsformen. Dass sie die Sonne als Energiequelle nutzen, ist dabei nur eines der Geheimnisse ihrer Lebensweise, die sich von denen der Säugetiere, Vögel und Fische stark unterscheidet. Amphibien und Reptilien bevölkern die Welt schon seit 200 Millionen Jahren. Heute gibt es 14.000 verschiedene Arten. Einige von ihnen gehören zu den größten und gefährlichsten Tieren, die es gibt, andere zu den kleinsten und skurrilsten. Wo kommen diese Urtiere her und was ist das Geheimnis ihres Erfolges? Sir David Attenborough beginnt seine Beobachtungen auf den Galapagosinseln zwischen unzähligen Meerechsen. Thermische Bilder zeigen, wie sich Leguane in der Sonne aalen, um sich aufzuheizen, bevor sie ins kalte Meer springen. Die gespeicherte Hitze versorgt die Tiere mit Energie für ihre Tauchgänge. In Kalifornien kämpfen Seitenfleckleguane um die besten Plätze, um sie als "Heizkörper" zu benutzen. Die Weibchen wählen das Männchen mit den heißesten Steinen als Partner. Die Ruineneidechse hat eine neue Wärmequelle entdeckt: Sie sonnt sich auf dem Drachenmaul, diese Blume lockt mit ihrem Geruch Fliegen an. Während sich die Eidechse auf der Blume wärmt, kann sie sich von den angelockten Fliegen ernähren. Reptilien nutzen die Solarenergie sehr effizient. Schlangen rühren sich tagelang nicht, bevor sie blitzartig zuschlagen. Ihre Körper reagieren mit einer biochemischen Explosion von Aktivität. Erstaunlicherweise verdoppelt sich dabei die Größe ihrer Leber innerhalb von zwei Tagen und ihr Herz kann um bis zu 40 Prozent wachsen. Reptilien zeigen sich auch als sinnlich. So liebkost das bis zu fünf Meter lange Salzwasserkrokodil-Männchen, ein gefährlicher, kaltblütiger Killer, das begehrte viel kleinere Weibchen äußerst behutsam, indem es Wasserblasen macht, um sie zu beruhigen. Sir David Attenborough geht davon aus, dass auch die Vorläufer der heutigen
Feb 4, 2008
60 Min.
Invasion aus dem Wasser
In der zweiten Folge stellt sich Sir David Attenborough die Frage, wie es Amphibien geschafft haben, das Land zu erobern. Der australische Lungenfisch sowie der japanische Riesensalamander geben grundlegende Hinweise auf die ersten zaghaften Schritte. Diese Landeroberer zeigen außerdem beschützende, elterliche Verhaltensweisen. In einer ungenutzten Goldmine findet Sir David Attenborough Salamander, die kein Wasser mehr brauchen. Die Wände der Mine glitzern von Dutzenden weiblichen lungenlosen Salamandern, die ihre Eier und Jungen beschützen. Die primitiven wurmähnlichen Schleichenlurche zeigen ein ungewöhnliches elterliches Pflegeverhalten. Die Mutter produziert ein Sekret, das die Jungen wie Milch auflecken. Sie fressen sogar die Haut der Mutter. Doch bleibt das Muttertier dabei unverletzt. Bei manchen Amphibienarten erledigt der Vater die Brutpflege. Das Männchen des Pfeilgiftfrosches in Peru trägt seine Kaulquappen auf dem Rücken, bevor er jede in ihr eigenes Brutbecken setzt. Wenn eine Kaulquappe gefüttert werden muss, ruft er das Weibchen und führt sie zum richtigen Becken. Auch der australische Beutelfrosch bewacht sein Gelege. Nach dem Schlüpfen schlängeln sich die winzigen weißen Kaulquappen in zwei spezielle Beutel auf die Hüften des Männchens. Er trägt seine wachsende Familie für einige Wochen herum und "entbindet" dann winzige, perfekte Frösche. In Panama trifft Sir David Attenborough auf den seltenen Stummelfußfrosch. Er kommuniziert mit seinen Rivalen und Partnern durch Winksignale, die dem Winken mit der Hand ähneln. Amphibien haben es bis auf extrem trockene Plätze geschafft. So leben die Regenfrösche Südafrikas unterirdisch und kommen an die Oberfläche, wenn der erste Regen fällt. Und in der brennend heißen Wüste Australiens kann ein Wüstenfrosch sogar bis zu zwei Jahre lang ohne Wasser auskommen - der lebende Beweis dafür, dass Amphibien tatsächlich das Land erobert haben.
Feb 11, 2008
60 Min.
Wüstendrachen
Von Leguanen, die aus einem tropischen Sumpf auftauchen, bis zu einer Begegnung von Angesicht zu Angesicht mit einem Waran in der australischen Wüste verfolgt Sir David Attenborough in der dritten Folge, wie die Echsen die Erde kolonisierten, und beschreibt, wie sie schließlich zu Drachen der Trockenheit wurden. Der erste Schritt zum Überleben der Echsen war die allmähliche Entwicklung von Eiern mit Hartschale. In Australien legt der Buntwaran seine Eier in Termitenhügel. Die geschlüpften Buntwarane müssen sich selbst ausgraben. Einmal befreit, suchen sie in Bäumen Schutz. Männliche Drachen nutzen ihre Hochsitze in den Bäumen zur Balz. Sie wackeln mit dem Kopf und fuchteln mit den Armen, um auf sich aufmerksam zu machen. Die wahren Meister einer farbenfrohen Balz sind die Chamäleons. Auf Madagaskar filmt Sir David Attenborough das kleinste der Welt, das winzige Blattchamäleon. In Malawi beobachtet er einen Zweikampf zwischen zwei dinosaurierähnlichen Meller Chamäleons und in Südafrika, wie ein buntes Zwergchamäleon in einem Baum seine Jungen zur Welt bringt. Der Sturz der Kleinen wird durch eine klebrige Substanz gestoppt, die an den Baumästen hängt. Mit einer Hochleistungskamera enthüllt der Film die Jagdtechnik des Chamäleons. Indem die Bewegungen um das 80-fache verlangsamt gezeigt werden, ist zu sehen, wie die Zungenspitze die Beute umfasst. Und eine spezielle Tastkamera zeigt die Geheimnisse des unterirdischen Lebens einer Familie von Blauzungenskinken. In einen dramatischen Paarungsrausch stürzen sich die glänzend gefärbten südafrikanischen Plattechsen. Die Weibchen werden von leidenschaftlichen Männchen belästigt. Um sie zu beruhigen, prügeln sie ihre Verehrer mit ihrem Schwanz und schlagen wild mit den Armen. Ähnlich beeindruckend sind die bizarren Ringkämpfe der Skorpion-Krustenechsen, die über eine Stunde dauern können. Die Männchen umkreisen und packen sich gegenseitig. Schließlich verklammern sie sich, um einen Boge
Feb 18, 2008
60 Min.
Schlangen mit Pfiff
In der vierten Folge untersucht Naturfilmer Sir David Attenborough das faszinierende Leben der am meisten missverstandenen Gruppe von Reptilien: der Schlangen. Und er zeigt, dass ihre einfache Körpergestaltung einen wesentlichen Beitrag zu ihrem Überleben geleistet hat. Obwohl Schlangengift eine effektive tödliche Waffe sein kann, verzichten die meisten Schlangen darauf, zu beißen. Denn sie könnten sich bei dieser Aktion verletzen. Es gibt für Schlangen auch andere Wege, ihr Gift abzugeben. So testet Sir David Attenborough die Treffsicherheit einer Speikobra. Um eine Erblindung zu vermeiden, benutzt er eine Maske. Außerdem beobachtet er, wie Schlangen ihre Mahlzeiten hinunterschlucken, die für die Tiere eigentlich zu groß zu sein scheinen. Doch sie besitzen eine spezielle Technik, wie eine Röntgenkamera zeigt. Die Dokumentation schildert auch das Paarungsverhalten von Schlangen. Sich paarende Königsschlangen folgen lockenden Duftspuren. Wenn sich ein Paar trifft, besänftigt das Männchen das Weibchen durch vibrierende Berührungen. Da das Männchen zwei Penisse besitzt, kann es das Weibchen von beiden Seiten begatten. Ein Höhepunkt des Films ist die Unterwassergeburt von 15 Gelben Anakondas. Nach dem Schlüpfen schwimmen die Kleinen direkt an die Wasseroberfläche, um ihren ersten Atemzug zu tun. Sir David Attenborough sagt über Schlangen: "Diese äußerst hoch entwickelten Tiere verkraften die Herausforderungen des Lebens und sie meistern diese mit Eleganz und Grazie."
Feb 25, 2008
60 Min.
Gepanzerte Riesen
Die abschließende Folge der Reihe beleuchtet das intime Leben einiger der größten und beeindruckendsten heute noch lebenden Tiere: Krokodile, Wasser- und Landschildkröten. Dicke Schuppen haben sich in feste Panzer verwandelt. Dennoch sind diese Tiere - ungeachtet ihres robusten Äußeren - zu erstaunlich warmherziger Interaktionen fähig. Auf den Galapagosinseln filmt Sir David Attenborough gepanzerte Giganten beim Liebesspiel. "In einem Panzeranzug Liebe zu machen, ist nicht einfach", sagt der Naturfilmer. Zum Glück gibt es für die Schildkröten eine Lösung. Ihre Panzer sind so geformt, dass sich die paarenden Tiere wie Löffel aneinander schmiegen können. Grüne Meeresschildkröten paaren sich im Wasser. Dabei kommt es häufig zu leidenschaftlichen Kämpfen um einen Partner. Die Anspannung nimmt zu, als zahlreiche Männchen sich um ein Weibchen drängeln und es um ein Haar ertränken. Schließlich geben die attackierenden Männchen auf und dem Weibchen gelingt der lebensrettende Atemzug. In Australien entdeckt Sir David Attenborough ein völlig neues Verhalten. Auf einer überfluteten Straße sammeln sich mehr als 40 riesige Salzwasserkrokodile und fangen gemeinsam wandernde Fische, ähnlich wie Bären Lachse fangen. Dieses Verhalten ist außergewöhnlich, gelten diese Krokodile doch als rigide Verteidiger ihres Territoriums, die Konkurrenten sonst aggressiv verjagen. Der Film zeigt auch Momente des Mitgefühls unter den Tieren. Der vielleicht bewegendste ist der hilfreiche Einsatz, den ein weiblicher Krokodilkaiman leistet. Während sie selbst gezwungen ist, dem Verdursten in der einsetzenden Trockenzeit zu entkommen, rettet sie die Babys einer fremden Kaimanmutter, indem sie sie während der Wanderung durch ausgedörrtes Brachland vor allen Gefahren beschützt. Der Naturfilmer Sir David Attenborough stellt fest, dass die Annahme, Reptilien und Amphibien gehörten zu den primitiven Lebewesen, völlig falsch ist. Tatsächlich seien sie hoch entwickel
Mar 3, 2008
60 Min.
Besetzung
Galerie







